Ich hätte total gerne Blog-frei

Läuft leider nicht.

Ich bin leider total erkältet.  Ich müsste eigentlich seit einer Woche im Bett liegen, entsprechend sehe ich aus.

Doch grau ist alle Theorie wenn in der Firma ein Notfall vorliegt. Dann geht Umschaltung in Krisenmodus.

Heißt: Erkältung scheiß egal, ich „Arbeit Deutschland, Arbeit Deutschland gut“

Heißt 12 Stunden für die Firma, keine Stunde für mich. Vielleicht noch um auf meiner PS3 ein paar Drachen zu verkloppen, aber sonst…? Stunden für den Stau…

Und selbst dann, die Firma ist im Hirn, Der Angriff frißt Dein Hirn, Deine Freizeit. Du tust alles, wirklich alles, damit Du und die Kollegen am kommenden Montag noch eien Job haben. Was machen Deine Anwender?

Schreiben böse Mails. Beklagen sich, die AÜG-Kraft könne nicht arbeiten. Bedauerlich, in der tat. Und normal würde ich jemandem den Schuh aufblasen, wenn er die f***** AÜG-Kraft nicht angelegt hätte. Doch jetzt?

Ist mir scheiß-egal. 40 % der Firma kann nicht arbeiten. Bedeutet, 60 % kann arbeiten. Das sage ich nicht ohne Stolz, denn es bedeutet, wir können überleben. Trotz schwerstem Angriff.

Was mich ankotzt: es ist 11.00 Uhr, ich hab 5 Stunden hinter mir, 8 vor mir und es kommen Klagen wie „mein 2.ter Monitor geht nicht… die Konto-Auszüge sind so breit“ Ey fick dich, du bekommst deine scheiß Konto-Auszüge. Dafür haben meine Kollegen und ich wie die Bekloppten richtig hart gearbeitet, du hast einen Rechner, der funktioniert, geh, und spiel mit was giftigem…

Darf ich natürlich nicht sagen., aber denken; noch sind die Gedanken frei!

Nur, damit das jeder versteht: ich bin krank und gehöre ins Bett, ich habe eine 80 Stunden Wochen hinter mir und eine 120 Stunden Woche vor mir.

Den Laden gibt es nur noch, weil meine Kollegen und ich hart arbeiten.

Keinen Schwanz interessiert das.

Über osthollandia

Ich bin die Tochter von Engelbert.
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Eine Antwort zu Ich hätte total gerne Blog-frei

  1. Uwe schreibt:

    Liebe osthollandia.
    Ich spreche Dir mein Mitgefühl aus. Denn ich kenne das: Die Hütte brennt – bei mir war es immer nur ein kleiner Teil der Hütte, der brannte – und dann kommen Anrufe, dies geht nicht und das muss noch. Am liebsten hätte ich dann um mich schlagen wollen und sagen: Jeder, der mich belästigt, bevor ich Entwarnung gebe, wird erschossen. „Geh, spiel mit was Giftigem.“ ist da noch harmlos und es hat mir den ersten Lacher des Tages beschert.
    Will sagen: Ich kann es nicht nur verstehen und ich kann mitfühlen. Mitgefühl eben.
    Es gibt nichts, was ich Dir raten könnte, nichts, was ich Tröstlches sagen könnte. das weißt Du alles selbst. Und ich kann Dir und Deinen Kollegen Anerkennung aussprechen: Es sind Menschen wie Du, wie ihr, die dafür sorgen, dass das Schiff noch immer an der Oberfläche schwimmt und noch nicht mit Mann und Maus untergegangen ist. Ich verstehe das. Ich sehe eure Anstrengungen. Und ich bin dankbar, dass es Menschen wie Dich gibt.

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