Inflation

Das viele, viele Geld, dass man in den letzten Jahren in die Märkte – Hauptsächlich Anlage-, Aktien- und Immobilienmarkt – das ist jetzt marktwirksam.

Inflation entsteht, wo eine Menge Geld den realen Bestand an Gütern übersteigt. Wenn jetzt, 100.000 MG (Mengen Geld) sich auf 100.000 Güter verteilen, kostet ein Gut eine MG. Druckt man jetzt 500.000 MG, und es sind immer noch 100.000 Güter da, kostet ein Gut 5 MG.

So muss man sich das vorstellen.

Inflation ist immer, wirklich immer gesteuert und erzeugt. Und das ist auch gar nicht so einfach. Meistens nutzt man dazu Löhne, Renten und Sozial-Gelder, um die allgemeinen Einkommen zu erhöhen und die Geldmengen auszudehen.

Dank Draghis Bazooka stehen die Geld-Druckpressen seit 2007 schon nicht mehr still, in Deutschland haben wir seit 1998 reale Abwertung im inneren. D.h. Die Geldmengen wurden exzessiv ausgedehnt, aber die Steuerzahler in Deutschland sind seit fast 25 Jahren jedes Jahr ärmer geworden und konnten sich real weniger leisten.

Die Gelder dienten der Staatsfinanzierung und der „Rettung der Banken“, die keinerlei Zinsen mehr zahlen mussten und die Gelder praktisch geschenkt bekamen. Auf dem Höhepunkt musste Strafzinsen zahlen, wer Gelder anlegen wollte. Das ist jetzt anders, um die Inflation zu drücken, hat Geld wieder einen Preis, und der heißt Zinsen.

Marktwirksam wurde die Geldmengenausweitung hauptsächlich spürbar im Immobilienmarkt, wo die Preise seit Jahren nur eine Richtung kennen, und das ist nach oben.

Als Beispiel unser Haus: 2001 hätte man dieses Haus für ca. 160.000 Euro verkaufen können. Wir haben inzwischen saniert, also Fenster getauscht, Dach neu, Solaranlage drauf, Holzöfen zusätzlich installiert, Heizung auf Stand gebracht etc. Also etwa 100.000 Euro investiert – das Haus müsste jetzt eigentlich um 260.000 Euro Wert sein, mit Inflation evtl. 300.000 Euro. Verkaufen werden wir es für weit über 400.000 Euro – und das ist die Inflation nur im Immobilienmarkt.

Das viele Geld, das Draghi & Co. gedruckt haben wurde marktwirksam, aber nur punktuell. Und das ist jetzt endgültig vorbei.

Mit Corona und Lockdown kann man nicht mehr auf die Globalisierung zurückgreifen. Unsere Mindestlöhne sind völlig überhöht, wenn man die Wertschöpfung dagegen hält. Der Staat bedient sich trotzdem schamlos an allen Ecken und heizt die Preisspiralen weiter an. Die Gelder, die gebraucht werden um Sozialleistungen zu zahlen, steigen weiter und erklettern ständig neue Höchstmarken. man hat den Leuten einkommen garantiert und Gelder zugeschanzt, für die es keine Waren gibt!

Die spannende Frage lautet: Fliegt uns zuerst der Euro um die Ohren oder der Sozialstaat? Oder die EU, die den Staaten eben keine kostenlose Staatsfinanzierung mehr bieten kann?

Man konnte das alles wissen. Viele haben gewarnt, auch ich. Das sind ja keine neuen Entwicklungen. Aber wahrhaben wollte man es nicht. Ha nu, Zeit für Cola und Popcorn.

Über osthollandia

Ich bin die Tochter von Engelbert.
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