#BTW17: kann Merkel nochmal?

Sie wird nochmal, aber…

Jamaika, die Grünen wollen auf keinen Fall eine Obergrenze für Flüchtlinge, aber ohne das ist die CSU am Ende.

Die Analysten sagen, der Wähler hätte gesagt, weiter so sei toll, hätte schließlich mehr als 52 % Zustimmung gefunden.

Die SPD sagt, machen wir nochmal sind wir tot. Wobei, liebe SPD, Erneuerung geht nicht mit dem alten Personal und mit den alten Ideen. Man kann den Wähler nicht jahrelang bescheißen und beschimpfen und dann sagen, wir erfinden uns neu. Und wenn der Wähler das nicht will, um so schlimmer für den Wähler.

Die CDU hat über 8 % verloren, und damit die Mutti. Mit so einem Ergebnis muss jeder Parteiführer eigentlich sofort zurücktreten, aber dafür braucht man ein Rückgrad, und das hat die Mutti nicht. Mutti beißt weg, in jede Richtung. Der Seehofer badet es aus.

Ich interpretier den Wähler jetzt mal selber.

Der Wähler will die Mutti nicht mehr. Der Wähler möchte eine klare Position. Aus irgendeinem Grund will er auch grüne Positionen, aber so ist die Demokratie. Der Wähler möchte nicht mehr beschimpft werden (SPD) und auch nicht mehr ignoriert (CDU), er würde gerne gehört werden.

Der Wähler ist unzufrieden, weil das Parlament sich weigert seinen Job zu machen und weil er damit die Positionen der Parteien nicht mehr erkennen kann. Er muss Talkschows gucken, die nichts bewirken können, wenn er überhaupt erfahren will, wo ein einzelner Politiker steht, trotzdem stimmen die Fraktionen (und damit die Parteien) komplett anders.

Dazu kommt, dass die CDU/CSU und auch die SPD gesellschaftspolitisch stark nach links gerückt sind, nicht aber in der Wirtschaftspolitik, da hat die SPD mit Hartz IV einen vollständigen Rechtsruck hingelegt. Die Parteien wurden damit beliebig und austauschbar, was soll ich die SPD wählen, wenn ich die CDU-Politik bekomme auf der einen Seite, oder aber grüne Positionen auf der anderen Seite?

Jeder, der dann nicht in diesen Doktrien denkt wird dann auch noch von den Parteien als Pack bezeichnet, seine Sorgen werden abgetan mit „geh in die Kirche, sieh ein Bild an“, der Präsident masst sich an die Wähler als „Problem“ zu bezeichnen, weil die Eliten keines seien.

Alles in allem, der Wähler hat keine Idee, wofür welche Partei denn nun steht, die Versprechen werden reulos gebrochen denn es gäbe keinen Anspruch darauf, dass das was vor der Wahl gesagt würde auch nach der Wahl gelte (Merkel) und die wenigsten sind erpicht auf Erlebnisse wie die, von denen ich berichten kann, wo eine albanische Flüchtlingsfamilie im Haus gegenüber gewohnt hat und wo die Tochter mit einem Griechen ausgegangen ist, und wo der Vater die Tochter angezündet hat.

Mein Mann sagt dann andere Länder andere Sitten, das hätte schon der Opa Fritz gesagt, und ich sag dann ja. Nur, wir importieren das im großen Stil. Und ich bin beileibe ja nicht die einzige Nachbarin in dieser Straße.

Die Begeisterung für den Islam hält sich hier in Grenzen. Nicht dass hier jemand was gegen die Leute hätte, persönlich mögen die nett sein, nur hier will keiner wieder ein Kind(!) löschen müssen, dass ein durchgeknallter Vater angezündet hat und wo die Mutter geifernd daneben stand, und den Vater angespornt hat. Die Schreie sind hier lange nicht verhallt, die hat jeder noch im Ohr.

Das hier ist Germanien. Und die Germanen haben ganz traditionell immer eine gleichberechtigte Partnerschaft gepflegt. Der eine konnte das eine, der andere das andere, beides nützlich und gut und daher gleichwertig. Frauen können Kinder gebären, Männer Großwild jagen. Mammut erlegen – das könnt ich nicht. Meinem Mann zur Seite stehn, Kinder bekommen, klar! Ich könnte es niemals akzeptieren, meinem Mann untergeordnet zu sein. Ich kann damit leben, dass nur einer die Familie nach aussen vertritt, solange der andere zu Hause zu sagen hat und sich beide abstimmen. Grundsätzlich aber kann ich für mich selber sprechen, brauche ich meinen Mann nicht für. Und ich denke, viele sehen das wie ich.

Tradition, sei es eine sozialistische wie in meiner Familie, oder eine traditionelle wie in der Familie meines Mannes, ist etwas wichtiges. Das kann man nicht einfach wegwischen, das kann man nicht einfach beschimpfen, das muss man ernst nehmen.

Und wenn man das nicht tut, also sozialdemokratische Überzeugungen mal eben vom Tisch fegt, oder traditionell-christliche Tradition mal eben abtut als Spinnerei von Gestern, dann – ja dann bekommt man das Wahlergebnis das man hat. Das ist die Quittung.

Politik gegen die Menschen funktioniert nie.

Über osthollandia

Ich bin die Tochter von Engelbert.
Dieser Beitrag wurde unter Allgemein, Anti-SJW und Feminismus, Innenpolitik, Verkommenheit, zweck des Blogs veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Eine Antwort zu #BTW17: kann Merkel nochmal?

  1. Uwe schreibt:

    Liebe osthollandia.
    „Politik gegen die Menschen funktioniert nie.“ Wie wahr.
    Aber natürlich können Politiker Gesetze machen, die der Mehrheit des Volkes schaden. Das haben wir in den letzten Jahrzehnten erlebt.
    Der Satz gilt aber auch in anderer Weise: Ich halte die Ideen der Deutschen Mitte nach wie vor für gut. Aber weder ich als Einzelner noch die Partei als ganzes hat die Menschen erreicht. Wir steuern auf 40% Altersarmut zu aber die Menschen interessiert das nicht, sonst würden nicht so viele die Patrien wählen, die uns das eingebrockt haben. Es funktioniert einfach nicht.
    Aus diesem Grunde habe ich heute die Deutsche Mitte verlassen.
    Vielleicht muss es erst zur Katastrophe kommen, bevor die Menschen aufwachen. Ich weiß es nicht.
    Viele Eifel-Grüße
    Uwe

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