Spenden für die Steuerersparnis

Der Steuerzahler, also Leute wie ich, darf bis zu 20 % seines Einkommens Spenden und diese Spenden als Sonderausgabe von der Steuer absetzen. Von dieser Spende bkomt man über die Steuererklärung einen Teil zurück. Als Einkommen gilt das Brutto Einkommen, Entnahmen aus Firmen, Mieteinnahmen vor Steuern usw.

Kann jeder für sich selber ausrechnen, was man da von der Steuer zurück bekommt:
https://www.smart-rechner.de/spenden/rechner.php

Vom Prinzip eine feine Sache, Spendenquittungen können Vereine ausstellen, die dem Allgemeinwohl dienen. Da kann man für Kinderdörfer, Wohlfahrtsvereine, politische Vereine, Tierwohl oder was auch immer Spenden und reduziert damit seine Steuerlast.

Ein System, dass zum Missbrauch durch Gutmenschen geradezu einlädt.

Nehmen wir an, der Steuerzahler R. hat es in seiner beruflichen Laufbahn zu etwas gebracht, hat sehr gut verdient, konnte massenhaft Immobilien – auch gewerbliche – kaufen und hat auch in seinem Ruhestand gute Verbindungen nach überall, insbesondere zur Lokalpolitik.

Steuerzahler R. besitzt unter anderem eine heruntergekommene Lagerhalle mit einem Laden, in das nicht mal ein 1 € Shop einziehen würde und das seit 5 Jahren leer steht.

Nun kommt die Organisation A., die ausgesondertes technisches Equipment einsammelt, von Langzeitarbeitslosen und Behinderten sortieren und aufarbeiten lässt und dann als „gebraucht“ an Hartzer vertickt.

Diese Organisation ist so gut, wie Organisationen nur gut sein können. Behinderte und Arbeitslose muss man fördern, wer wird da sein Herz verschließen? Also wird R. dort Mitglied, sogar im Vorstand.

Die Halle mit Laden vermietet er nun zum doppelten des ortsüblichen Zinses, wobei er der Organisation die Hälfte „erlässt“, für die er nun eine Spendenquittung bekommt – damit drückt er seine Steuerlast.

Die Hartzer werden über 1 € Jobs akquiriert und dürfen zunächst Halle und Lager wieder auf Vordermann bringen, die Materialkosten trägt die Organisation. Dafür bekommt die Organisation, die nun Träger ist, bis zu 500 € pro Mann und Monat.

Siehe auch: http://www.hartziv.org/ein-euro-job.html#arbeitgeber-und-taetigkeitsfelder
und https://www.waz.de/staedte/gelsenkirchen/verdi-ein-euro-jobs-nutzen-nur-den-traegern-id3981049.html, beide abgerufen am 14.01.2018

Weil R. so gute Verbindungen hat kann er technisches Equipment im großen Stil einsammeln lassen. Die angesprochenen Organe/Firmen/etc. sparen hohe Entsorgungskosten, die normalerweise bei gewerblichen Aussonderungen entstehen, z.B. weil Festplatten geschreddert werden müssen und nicht ungelöscht weggeworfen werden sollen.

Damit haben „alle“ was davon. R. bekommt seine Halle und einen Laden wieder instand gesetzt und kann dafür auch noch die Steuern mindern, die Organisation kann sich einen Heiligenschein und ein grünes Etikett aufkleben, weil die so sozial und Umweltfreundlich sind, und die Spender weil sie ihren Schrott „umwelt- und sozialverträglich“ Entsorgen und dafür auch nochmal einen Spendenquittung bekommen, die wieder mal die Steuern senkt.

Nur die Behinderten und Hartzer, die werden auf der einen Seite unanständig niedrig bezahlt und auf der Käuferseite – weil das sind halt die Käufer in diesem Laden – mit altem Schrott abgespeist.

Das System ist so verkommen und korrupt, es ist so erbärmlich, ekelhaft und widerlich.

 

Über osthollandia

Ich bin die Tochter von Engelbert.
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