Management by Hubschrauber

Ob in den Unternehmen oder in der Politik – derzeit scheint es nur noch einen Management-Stil zu geben, nämlich den by Hubschrauber. Man taucht plötzlich irgendwo auf, macht unendlich viel Wind, bringt Dinge durcheinander und ist dann folgenlos wieder weg. Die so beglückten können dann sehen, wie sie wieder aufräumen und Ordnung zurück ins Chaos bringen.

Beispiel Bundeswehr. Bei jeder noch so kleinen vermeintlich rechten Verfehlung taucht UvL auf, macht jede Menge Wind und lässt Bilder von Helmut Schmidt als Wehrmachtsoldaten abhängen, zerstört die innere Ordnung der Soldaten und haut wieder ab. Was sie nicht macht ist den Soldaten ein langfristiges Ziel zu geben. Seit den 90ern hat die Bundeswehr keinen Grund mehr zu existieren und die Soldaten wissen das. Vorher war man zur Verteidigung der Landesgrenzen da, das ist aber heute schon Nazi, jetzt hat man keinen Feind mehr und wird ständig irgendwo hingeschickt. Wenn die Bundeswehr aber nicht weiß, wozu sie als Organisation da sein soll, dann kann sie sich nicht ausrichten. Beschaffungen dauern gerne mal 10 Jahre oder langer, da muss man schon planen ob man einen schnellen Jäger haben will oder einen Langstrecken-Bomber. Das ist ein Unterschied. Unter UvL wurde Umstandskleidung beschafft, für Auslandseinsätze wären aber schusssichere Westen nötig gewesen.

Egal wo man hinliest, überall heißt es, man müsse schnell und wirksam handeln.

In Wirklichkeit muss man mal innehalten und sehen, wo die Reise hingehen soll und ob die getroffenen Entscheidungen denn auch zielführend sind.

Beispiel Feinstaub. Nun diskutiert man Fahrverbote für Dieselfahrzeuge. Punkt 1 wäre es zu sehen, wer den meisten Feinstaub emittiert. Das sind in der Stadt die Baustellen und ihre Baumaschinen, auf dem Land trockene Felder. Gleich danach kommen Heizungsanlagen, Schienen- und Schiffsverkehr und irgendwann auch die Autos und Busse. Dann muss man sehen, was an Autos macht denn den Feinstaub und huch – zu 80 % ist das Reifenabrieb und der geht auch mit Elektroantrieb nicht weg. Also eine völlige Blendgranate und das Thema wird um Lichtjahre verfehlt. Bei einer Stadt wie Stuttgart sollte man also Stuttgart 21 dicht machen, dann löst man viele Probleme gleichzeitig. Was nicht betrachtet wird ist, dass der Diesel in seiner 125 jährigen Geschichte aus dem Stand auf eine Energieeffizienz von über 30 % gekommen ist, aktuell noch immer stark verbessert wird und dieser Wert von keinem einzigen anderen Motor erreicht wird. Was auch nicht beachtet wird ist, dass man den Diesel nicht zwingend mit Erdöl betreiben muss, altes Frittenfett geht auch. Dumme Politik in so vielen Facetten und auf so vielen Ebenen, davon kann man Depressionen bekommen.

Beispiel „Uns geht es gut“.  Tut es nicht. Ginge es uns, also allen Menschen in Deutschland so gut, wie überall verkündet, hätten wir eine stärkere Inflation und steigende Löhne. Haben wir aber nicht. Wir haben Durchschnittverdiener mit Spitzensteuersatz und Habenichtse, die sich auf unsere Kosten einen sonnigen Lenz machen. Wir haben steigende Altersarmut und eine Politik, die sich nach Belieben aus der Rentenkasse bedient. Wären die versicherungsfremden Leistungen nicht, könnte der Rentenbeitrag sofort um 8 % sinken – oder die Renten entsprechend steigen. Den Leuten aber weiß zu machen, sie seien Nazis weil sie auch zur Tafel wollen, ist eine bodenlose Unverschämtheit – und den Tafeln einzureden, sie seien Nazis obwohl sie zu 75 % Ausländer verköstigen und nun für eine Zeit nur noch Deutsche aufnehmen wollen, ist ebenfalls ein Schlag ins Gesicht. Gerade die Tafeln lassen sich benutzen und instrumentalisieren, um das völlige und totale Staatsversagen auf allen Ebenen zu übertünchen. Aber auch in dem Fall Management by Hubschrauber – alles Nazis in Essen bei der Tafel, Probleme löst man so nicht.

So funktioniert es nicht. Man muss schon überlegen was man möchte und ein Ziel definieren, dann kann man das auch erreichen. Planloses „Durchregieren“ ist Versagen und Chaos.

Über osthollandia

Ich bin die Tochter von Engelbert.
Dieser Beitrag wurde unter Allgemein, Anti-SJW und Feminismus, Aussenpolitik, Ökonomie, Innenpolitik, SPD, Verkommenheit, zweck des Blogs veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Eine Antwort zu Management by Hubschrauber

  1. Hugo schreibt:

    Alle reden davon, in welchen desolaten Zustand unsere Bundeswehr ist. Aber keiner fragt, was mit den 40 Milliarden für die Bundeswehr jedes Jahr geschieht.
    185.000,00 Mann/Frau usw. bei der Bundeswehr
    Ø Jahresgehalt mit allen Nebenkosten 75.000,00€
    Aufwand für Gehälter: 13,9 gerundet 14 Milliarden€
    Verbleiben 26 Milliarden € für Ausrüstung und Unterhalt.
    Das ist ne Menge Kiess für Ausrüstung und Bewaffnung.
    Da fragt man sich wo zum Teufel bleibt die ganze Kohle? 26 Milliarden im Jahr und nach dem Zustand der Bundeswehr keine nennenswerten Investitionen in den letzten Jahren.
    Das stinkt gewaltig nach Korruption.
    Selbst wenn der Eta auf 60 Milliarden im Jahr angehoben wird, ist das nur ein gefundenes Fressen derjenigen, die sich an den Milliarden jetzt schon Laben.
    Scheiße kann man nicht stapeln. Und eine Erhöhung des Etas um 50 oder 100 oder200% würde an dem Zustand der Bundeswehr nix ändern.
    Die USA haben 1200 Milliarden für Ihre Armee.
    Davon verschwinden 400 Milliarden und keiner weiß wohin Tendenz steigend.
    Die Armeen der Westlichen Staaten sind ein Selbstbedienungsladen geworden.
    Wir müssen in einigen Ämtern erst einmal aufräumen und die Korruption beseitigen.

    Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s