Liebe Frau Reitschuster,

soeben las ich die Nachricht auf dem Blog Ihres Sohnes, dass Sie schwer gestürzt sind und Ostern ohne Mann und Kind im Krankenhaus verbringen mussten. Ich wünsche Ihnen erstmal gute Besserung!

Ich möchte Ihnen aber auch gratulieren zu Ihrem Sohn. Ich bin selber Mutter von zwei eigenen Kindern, zwei Stiefkindern und dann haben wir noch ein zugelaufenes Kind.

Nicht alle unsere Kinder sind so gut gelungen wie die jeweils beiden jüngeren oder auch Ihr Sohn.

Wir haben zwei Töchter, die es wirklich vermögen, ihre Leben so zu gestalten, wie sie es möchten. Und das war immer unser Erziehungsziel: die Kinder sollten zu eigenständigen Persönlichkeiten werden, die ihre Leben so gestalten können, dass sie ihre Leben sinnvoll finden.

Ich denke, dass ist Ihnen bei Ihrem Sohn Boris ebenfalls gut gelungen.

Ich bin nicht mit allem einverstanden, was Ihr Sohn so schreibt.

Vor allem seine Aversion gegen den russischen Präsidenten Putin finde ich oft verstörend, am übelsten fand ich dieses Propaganda-Machwerk „Machtmensch Putin“, dass im ÖRR gelaufen ist, wenn ich mich richtig erinnere. So richtig und wichtig Kritik auch an Putin sein mag, ich bewerte Präsidenten an Ergebnissen für die jeweilige Bevölkerung, und da war Putin wirklich gut. Einkommen in Russland sind gestiegen, Alkohol- und Drogenmissbrauch gesunken, die Lebenserwartung gestiegen, Kriminalität gesunken, die Bedingungen wurden für die Russen unfassbar viel besser, als sie es noch in der Jelzin-Ära waren.

Aber – und das muss man Ihrem Sohn hoch anrechnen – der moppert nicht nur aus Grundsatz gegen Putin, der stänkert auch gegen Merkel. Und Merkel ist verheerend für Deutschland. Kriminalität im Dauer-Hoch, Einkommen fallen, Drogen- und Alkoholmissbrauch stiegen, die Lebensbedingungen für uns Deutsche werden schwer. Der Rechtsstaat ist abgeschafft, am Föderalismus wird gesägt, die Parlamente haben sich als nutzlos erwiesen.

Ihr Sohn berichtet genau das und lässt sich dafür beleidigen, mit Schmutz bewerfen, provozieren – und nimmt das mit Langmut hin. Die Dreckkübel, die man über ihm ausgießt, unterscheiden sich in nichts von den Dreckkübeln, die aufrechte Demokraten im April 1933 zu ertragen hatten.

Ich kann mir nicht vorstellen, dass Sie gerne von den wahren Zuständen in diesem Land lesen, aber viel schlimmer ist es, WIE große Teile der inzwischen geleichgeschalteten Presse über Ihren Sohn berichten. Sie sollten davon kein Wort glauben.

Der Boris macht das ganz gut. Sie haben den recht gut hinbekommen.

Liebe Grüße

osthollandia

Über osthollandia

Ich bin die Tochter von Engelbert.
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