Die Weihnachtsgeschichte

Aus dem Evangelium nach Lukas

JESU GEBURT
2 Es begab sich aber zu der Zeit, dass ein Gebot von dem Kaiser Augustus ausging, dass alle Welt geschätzt würde. Und diese Schätzung war die allererste und geschah zur Zeit, da Quirinius Statthalter in Syrien war. 3 Und jedermann ging, dass er sich schätzen ließe, ein jeglicher in seine Stadt.
4 Da machte sich auf auch Josef aus Galiläa, aus der Stadt Nazareth, in das judäische Land zur Stadt Davids, die da heißt Bethlehem, darum dass er von dem Hause und Geschlechte Davids war, 5auf dass er sich schätzen ließe mit Maria, seinem vertrauten Weibe; die war schwanger.

Also Jesus war noch „unterwegs“, d.h. seine Mutter Maria war schwanger, als der Volkszählungsbefehl kam. Josef, der Familienvorstand, musste demnach nach Bethlehem reisen, und hat seine Frau mitgenommen. Und Bethlehem war die Geburtsstadt von Josef.

Das heißt auch, das Maria und Josef waren vieles, aber keine Flüchtlinge. Nur, dass wir das schon mal klar haben. Das war die Heimat von Josef.

6 Und als sie daselbst waren, kam die Zeit, dass sie gebären sollte. 7 Und sie gebar ihren ersten Sohn und wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Krippe; denn sie hatten sonst keinen Raum in der Herberge.

Die sind also in Bethlehem angekommen, als Maria hochschwanger war und die zeit der Geburt gekommen war. Herbergen, also Hotels oder Pensionen waren wegen der Volkszählung voll, und sie konnten in einem Vieh-Unterstand unterkommen. Nicht schön, aber geschützt vor dem Wetter. Maria hat das Kind geboren, aber weil es kein Babybett gab, wurde es in einen Futterspender (Krippe) gelegt, damit es dort schlafen konnte.

Heute würde es den beiden kaum besser gehen. Die Hotels sind alle zu, denn das Reisen ist verboten. Privat unterkommen könnten sie auch nicht, denn wir sind zu ach-so-sozialem-Distanzieren verurteilt, wegen einer sog. Pandemie. Wer die beiden heute in sein Haus einlädt, mit denen am Tisch sitzt, sein Essen teilt, der wird denunziert. Da kommt die Polizei. Und Denunzianten gab es schon immer. Und eine Frau, die gerade ein Kind zur Welt bringt, der zwingt man aktuell eine Maske auf. Gebärende zu sowas zu zwingen – Menschenverachtung pur.

Aber so ist die Welt heute, die Alten sind weggesperrt, die müssen einsam und elend verrecken, niemand darf sie besuchen, nicht mal der Zimmernachbar im Altersheim, die Kinder kommen mit Sauerstoffmangel zur Welt, denn man erlaubt den Müttern die freie Atmung nicht. Sowas hat es noch nie gegeben. Soviel teuflischer Menschenhass war noch nie und ist auch nicht überliefert.

8 Und es waren Hirten in derselben Gegend auf dem Felde bei den Hürden, die hüteten des Nachts ihre Herde.

Das macht man heute nicht mehr. Heute lässt man das Vieh allein auf der Weide und falls dann doch der Wolf kommt, oder ein Hund, der das Vieh reißt schreit man nach Entschädigung. Die Aufgabe des Hirten ist es, die Herde zu schützen und nicht nach Entschädigung zu rufen, weil man zu faul war, seinen Job zu machen. Egal, weiter im Text.

9 Und des Herrn Engel trat zu ihnen, und die Klarheit des Herrn leuchtete um sie; und sie fürchteten sich sehr. 10 Und der Engel sprach zu ihnen: Fürchtet euch nicht! Siehe, ich verkündige euch große Freude, die allem Volk widerfahren wird; 11denn euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus, der Herr, in der Stadt Davids. 12 Und das habt zum Zeichen: Ihr werdet finden das Kind in Windeln gewickelt und in einer Krippe liegen. 13 Und alsbald war da bei dem Engel die Menge der himmlischen Heerscharen, die lobten Gott und sprachen: 14 Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden bei den Menschen seines Wohlgefallens. 15 Und da die Engel von ihnen gen Himmel fuhren, sprachen die Hirten untereinander: Lasst uns nun gehen gen Bethlehem und die Geschichte sehen, die da geschehen ist, die uns der Herr kundgetan hat.

Aber an Gott glaubt heute keiner mehr und fürchten tut ihn erst recht keiner mehr. Die Kirche vermittelt ein Gottesbild von einem Happy-Wellness-Gott. Aber Gott ist die Urkraft, von der alles kommt, der alles entspringt. Der sendet seine Boten in Form von Engeln, die man heute vermutlich als Aliens identifizieren würde. Und wenn Gott etwas sagt, erklärt oder bewirkt, dann hat das Gültigkeit! Und zwar völlig unabhängig davon, ob die Menschen das glauben oder gar wissen wollen. Gott kommt ohne Menschen klar, aber der Mensch nicht ohne Gott. Gott-loses Leben sieht aus wie unser Leben derzeit – eingesperrt und vereinsamt zu Hause, ohne Familie, ohne Freunde. Und statt auf Engel hört man dann auf die Sirenen aus der Presse und lässt sich die neuesten Corona-Zahlen vom RKI erzählen. Das kann man so manchen, gar keine Frage, es ist aber immer die Frage, ob das auch sinnvoll ist, was man da tut. Und ich bestreite das!

16 Und sie kamen eilend und fanden beide, Maria und Josef, dazu das Kind in der Krippe liegen. 17 Da sie es aber gesehen hatten, breiteten sie das Wort aus, welches zu ihnen von diesem Kinde gesagt war. 18 Und alle, vor die es kam, wunderten sich über die Rede, die ihnen die Hirten gesagt hatten.

Diese Hirten waren noch davon zu überzeugen, dass sie ihren Augen trauen können. Die Engel des Herrn sagten ihnen, was sie vorfinden würden, sie fanden das vor und bezeugten beides. Die Prognose und den aktuellen Befund.

19 Maria aber behielt alle diese Worte und bewegte sie in ihrem Herzen. 20 Und die Hirten kehrten wieder um, priesen und lobten Gott für alles, was sie gehört und gesehen hatten, wie denn zu ihnen gesagt war.

Da wurde der Sohn Gottes geboren. Und der Menschheit geschenkt. Es sind ein paar Hirten und seine Mutter, denen völlig klar ist, was da passiert ist. Josef ist der eingeweihte Vater. Alle anderen stolpern dran vorbei, unfähig, auch nur im Ansatz zu begreifen.

Auch das ist eine Parallele zu Heute. Sie verstehen es nicht und wollen auch nicht verstehen. Man kann Gott für eine Zeit auf der Nase herum tanzen und ihn beleidigen. Aber nicht für immer. Irgendwann wird sogar er zornig. Und wir haben den Bogen bei weitem überspannt.

Frohe Weihnachten. Und den Menschen ein Wohlgefallen.

Über osthollandia

Ich bin die Tochter von Engelbert.
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