Staatsbürgerkunde: Rechtsstaat und Verfassung

Ein Staat muss sich konstituieren, das heißt er muss sich eine wie auch immer geartete Verfassung geben.

Eine Verfassung kann schriftlich vorhanden sein, so wie etwa das Grundgesetz oder die Verfassung der USA, oder sich aus dem überliefertem Recht ergeben, so wie etwa in Groß Britannien.

Grundsätzlich ist diese Verfassung für alle Staatsbürger und alle Staatsorgane bindend, ist also quasi Grundlage des Gesellschaftsvertrages aller Staatsbürger untereinander und zum Staat.

Wenn die Verfassung schriftlich als Verfassungsgesetz vorliegt hat ein Gremium aus Bürgern dieses ausgearbeitet und beschlossen. Der Beschluss kann durch Volksabstimmung erfolgen, er kann aber auch durch Bevollmächtigte, also Abgeordnete, erfolgen. In einer Diktatur kann die Verfassung auch „von oben“ diktiert werden, etwa durch Erlass eines Kaisers.

In einem Verfassungsgesetz werden grundlegende Dinge geregelt, etwa wer Staatsoberhaupt mit welchen Rechten ist, was das Staatsgebiet ist, ob es Grundrechte gibt und wenn ja welche und für wen. Darüberhinaus können auch noch Staatsziele definiert werden, im Königreich Bhutan ist das Glück der Bürger oberstes Staatsziel, in der BRD war es von 1949 bis 1990 die Wiedervereinigung.

Für die BRD steht im Grundgesetz Art. 28:  „Die verfassungsmäßige Ordnung in den Ländern muß den Grundsätzen des republikanischen, demokratischen und sozialen Rechtsstaates im Sinne dieses Grundgesetzes entsprechen“

An dieser Stelle ist zum ersten mal von einem Rechtsstaat die Rede. Die Kennzeichen eines Rechtsstaates sind

  • Regierung und Verwaltung dürfen nur im bestehenden Gesetzesrahmen handeln
  • die Gesetzgebung (Legislative), die Rechtsprechung (Judikative) und die handelnden Organe wie Polizei und Verwaltung (Exekutive) müssen getrennt von einander sein
  • alle Gesetze gelten für alle gleich
  • es herrscht Rechtssicherheit

Das bedeutet auch, eine Angela Merkel kann nicht einfach so irgendwelche Gesetze aushebeln. Hierbei handelt es sich um Ultra Vires, ausbrechende Rechtsakte. Auf genau dieser Basis hat neulich das OLG Koblenz 1 festgestellt, das der Rechtsstaat in Teilen abgeschafft ist.

Alle Grundrechte, die dem Bürger zuerkannt werden, sind ihrem Wesen nach Abwehrrechte gegen einen tendenziell zur Übergriffigkeit neigenden Staat. Es sollte von Anfang an ein zweites Weimar verhindert werden, und genau dafür sind diese Grundrechte gedacht.

 

 

 

 

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Staatsbürgerkunde: Organisationsformen

Wenn die Bürger sich zu einem Staat organisieren, können sie das auf verschiedene Weisen tun. In der äußeren Grundform als

  • Republik, d.h. ohne Monarchen oder
  • Monarchie

Die Monarchie hat ein festes Staatsoberhaupt, den Monarchen, etwa einen König oder Fürsten, der Titel kann aber auch Kaiser, Papst oder Tenno sein.

Der Monarch herrscht entweder selbst oder er nur formales Staatsoberhaupt. Bei letzterem handelt es sich um repräsentative Monarchien, wie sie etwa in den Niederlanden existieren.

Auch die Republik hat ein Staatsoberhaupt, der ist aber nicht Monarch. Auch er herrscht entweder selber oder fungiert als Repräsentant.

Nach innen kann ein Staat konzipiert sein als

  • zentralistisch
  • Föderal

Ein zentralistischer Staat ist beispielsweise Frankreich, da werden die wesentlichen Entscheidungen zentral und für alle gültig in Paris getroffen. Nur das, was man wirklich nicht in der Zentrale entscheiden kann, wird lokal vor Ort entschieden. Das ist beim Föderalismus grundsätzlich anders, es wird alles lokal entschieden, was man dort entscheiden kann und nur das, was sich nicht „verhindern“ lässt an die Zentrale abgegeben, wobei man sich meist einen hohen Einfluss vorbehält. Die BRD ist ein solches föderales Land, aber auch die USA oder die Schweiz sind sehr gute Beispiele.

Viele föderale Staaten sind Vielvölkerstaaten, so auch die BRD. Bei der BRD handelt es sich um einen Zusammenschluss von eigenständigen Staaten, den Bundesländern, die einer höheren Organisationsform, der Bundesrepublik, beigetreten sind. Entweder bei Gründung oder später aus eigenem Willen, etwa nach der Auflösung der DDR.

Aus diesem Umstand ergibt sich, dass wer eintreten kann, auch wieder austreten kann. Daraus ergibt sich auch, dass die BRD nicht einfach als Ganzes in eine noch höhere Organisation, etwa der EU eintreten kann, das muss jeder Staat für sich entscheiden. Wollte also die BRD in der EU aufgehen, müssen alle 16 Staaten gefragt werden und jeder Staat muss zustimmen.

In Frankreich bräuchte man dagegen nur eine Abstimmung.

Ein Staat muss gesteuert werden. Das kann

  • demokratisch oder
  • diktatorisch

passieren. Demokratie kommt aus dem griechischen Demos = das Volk und Kratein = die Kraft, wird aber gerne falsch mit „Herrscht“ übersetzt.

Das Wesen der Demokratie wird Beherrscht von Volkes Wille. Bedeutet, dass eigentlich die Staatsbürger bestimmen, was in dem Staat passieren soll oder nicht.

In einer Diktatur ist das anders, da entscheidet der Diktator, der auch Monarch sein kann aber nicht muss. Der Diktator muss keine Einzelperson sein, es kann auch eine Gruppe einen Staat diktatorisch führen, etwa im Vatikanstaat oder in Saudi Arabien.

Die wenigsten Staaten sind tatsächlich demokratisch organisiert, eine echte Demokratie findet sich etwa in der Schweiz. Die meisten anderen Staaten sind diktatorisch organisiert, viele mit demokratischen Tendenzen oder irgendwas dazwischen.

Eine Repräsentative parlamentarisch organisierte Demokratie, die noch dazu Parteien als Grundlage versteht, ist jedenfalls keine Demokratie. Parteienstaaten sind immer Zerfallserscheinungen einer Demokratie mit einer Günstlingswirtschaft, nicht aber dem Lead der am besten geeignetsten.

Die repräsentative Demokratie bedingt eine Vorauswahl von Kandidaten, die die Zusammensetzung des Staatsvolkes in seiner Vielfalt wiederspiegeln sollen, es aber nicht tun. Es handelt sich hierbei um eine Beschränkung der demokratischen Einflussmöglichkeiten der Staatsbürger. Der Repräsentant des Bürgers, der Abgeordnete, trifft alle Entscheidungen, nicht aber der Bürger selber.

 

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Staatsbürgerkunde

Was ist ein Staat? Ein Staat ist eine von einer Gemeinschaft von Menschen geschaffene Organisation um das dauerhafte Zusammenleben dieser Gemeinschaft von Menschen zu ermöglichen. Die Menschen, die sich in diesem Staat organisieren sind die Staatsbürger oder auch das Staatsvolk.

Staat bedeutet keinesfalls, das es immer demokratisch zugehen muss, auch Monarchien oder Diktaturen sind Staaten. Wie das politische System in einem Staat beschaffen ist, ist eine ganz andere Frage und es ist Aufgabe der Bürger, das zu regeln.

Im völkerrechtlichen Sinne hat Jellinek in seiner Drei-Elemente-Lehre die wesentlichen Merkmale herausgearbeitet und definiert:

  • Staatsvolk
  • Staatsgebiet
  • Staatsgewalt

Existiert eines dieser Elemente nicht ist der Staat im völkerrechtlichem Sinne nicht oder nicht mehr existent. Kein Staat kann ohne Gebiet auskommen, denn irgendwo muss er ja sein, der Staat. Ohne Volk auch nicht, denn jemand muss da leben. Und ohne Gewalt kann kein Staat sich manifestieren, wenn er sich nicht durchsetzen kann.

Und jetzt kommen wir zu dem hüpfenden Komma.

Die Staatsgewalt kommt von den Bürgern, die auf ihre persönlichen Rechte Gewalt auszuüben -etwa einen Kriminellen zu bestrafen wie es ihnen beliebt – verzichten und diese Rechte ihrem Staat übertragen. Im Gegenzug muss der Staat den Schutz der Bürger übernehmen, auch den Schutz vor Willkür. Die Bürger zahlen Steuern, damit der Staat eine Organisation schaffen kann, die diesen Staat verwalten, eine Infrastruktur schaffen und instand halten kann. Der Bürger verzichtet etwa auf das Recht, seine Kinder selber zu Unterrichten, im Gegenzug muss der Staat die bestmögliche Ausbildung ermöglichen.

Der Rechtsstaat die dabei die beste Form, da diese alle Bürger gleich behandelt und frei von Ansehen der Person. Niemand bekommt etwa einen Promi-Bonus, aber auch keinen Malus.

Kommt der Staat seinen Aufgaben nicht nach, verliert er sein Recht, er setzt sich ins Unrecht, wird zum Unrechtsstaat.

Garantiert der Staat nicht mehr die Rechtsstaatlichkeit hat er seine Legitimation verwirkt. Verscherbelt der Staat die Infrastruktur, die Eigentum seiner Bürger ist, oder lässt sie verkommen, kann er dafür keine Steuern mehr einfordern, er liefert nicht. Ist die Ausbildung der Kinder nicht mehr garantiert oder werden die Kinder ideologisiert, so verliert der Staat auch auf dem Gebiet  jedes Recht. Schützt der Staat seine Bürger nicht, kann der Bürger seine persönliche Gewalt zurückfordern. Ein Staat, der sein Gebiet nicht schützt, gibt sein Staatsgebiet auf – letztlich seine Staatlichkeit und damit seine Existenz.

Was man dann hat, ist Anarchie.

 

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#120db

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Warum Volker Poß ein widerliches (zensiert) ist

Gestern war Demo in Kandel. Zur Erinnerung: das war da, wo ein Goldstück das Mädchen Mia im Drogeriemarkt am helllichten Tage zu Tode gemessert hat. Und zwar derart, dass man ihre Zähne sehen konnte, obwohl der Mund geschlossen war.

Zur Demo hatte das Frauenbündnis aufgerufen, vermutlich genau so Erznazis wie die von Cottbus.

Impressionen gibt es hier:
https://opposition24.com/die-schande-kandel-buergermeister/400813, abgerufen am 29.08.2018

Volker Poß, der Bürgermeister, SPD war bei der Gegendemo der Antifa. Wo auch sonst?

Was muss denn noch passieren? Wann hatte die SPD denn vor, sich zu erinnern, wer sie wählen soll?

Muss man denn einem Opfer wie Mia noch auf das Grab pissen?

Reicht es denn nicht, dass sie schon tot ist und dieser Mensch Abschiebungen noch immer für unangebracht hält?

http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/kriminalitaet/buergermeister-von-kandel-die-forderung-nach-abschiebung-kommt-mir-zu-frueh-15364938.html, abgerufen am 29.01.2018

Liebe SPD, dieses Lied ist nur für Euch:

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Jetzt sind Straßen schon rassistisch

Die Zeit promotet gerade eine Aktion, bei der Straßen umbenannt werden sollen. Man habe es mit rassistischen Straßen und tun und ehre damit die Täter.

Siehe auch: http://www.zeit.de/wissen/2018-01/strassennamen-kolonialismus-rassismus-umbenennung-initiativen, abgerufen am 29.01.2017

Dabei schreibt der Autor selber, was ich nicht besser zusammenfassen kann: „Straßennamen sind eine Art Denkmal. Sie sollen an Menschen erinnern, die Besonderes geleistet haben. Doch worin diese Leistung besteht, hängt davon ab, wer gerade das Geschichtsbild bestimmt.“ 

WER gerade das Geschichtsbild bestimmt, aktuell sind das die Gutmenschen, die Phantomnazis jagen und die SJWs, die nichts anderes können als weiße Männer mit ihrem Hass und ihrer Streitsucht zu jagen.

Ich schlage vor, alle Mohrenstraßen in Lonnie-Franklin-Straße umzubenennen.

 

 

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Die Stabilität ist passe

Inzwischen kann man den Zustand dieses Staates – unseres Staates – mit einzelnen Worten beschreiben. Sylvester@Köln, Kandel, G20@Hamburg, Cottbus.

Bleiben wir bei Cottbus. Innerhalb kürzester Zeit haben sich dort Dinge ereignet, die man nicht glauben mag. Drei jugendliche „Goldstücke“ bedrohen ein Ehepaar mit einem Messer, weil die nicht demütig waren, einer der drei hat ein Aufenthaltsverbot für Cottbus kassiert um Tage später genau dort wieder aufzutauchen und einen 16 jährigen deutschen Jugendlichen mit einem Messer das Gesicht zu zerschneiden.

Jetzt sind die Cottbusser nicht blöd, jedenfalls nicht alle, die wollen nicht gemessert werden und haben zur Demo aufgerufen.

Siehe auch: https://www.lr-online.de/lausitz/cottbus/demo-gegen-fluechtlinge-in-cottbus_aid-7089332, abgerufen am 28.01.2018

Der Meinstream mutmasst eine böse, rechte Organisation am Werk: http://www.tagesspiegel.de/berlin/nach-uebergriffen-bei-demo-in-cottbus-steuert-eine-neonazi-organisation-die-proteste/20875014.html, abgerufen am 28.01.2018

Böse Identitäre, furchtbare AfD, sogar die Ultra Bösen 1%ler.

Auf der Demo kam es wohl zu Vorfällen mit Journalisten, eine Journalistin wurde geschubst und ein anderer wurde angerempelt und sein Handy ging zu bruch.

Darüber regt sich alle Welt auf:
https://www.rbb24.de/politik/beitrag/2018/01/demonstration-cottbus-schroeter.html, abgerufen am 28.01.2018

Von einer gut organisierten Nazi-Szene wird berichtet:
https://www.n-tv.de/politik/Es-herrscht-ein-Klima-der-Bedrohung-article20253868.html, abgerufen am 28.01.2018

Die Ministerin fürchtet einen Imageverlust:
https://www.morgenpost.de/politik/article213229741/Gewalt-in-Cottbus-Ministerin-fuerchtet-Imageverlust.html, abgerufen am 28.01.2018

Und so sehen diese bösen Nazis aus:

Derweil in Leipzig:

Die Antifa fahndet nach Olaf Scholz und den Polizisten, die in Hamburg ihren Dienst tun mussten. Ihr Plakat sieht aus wie die Fahndungsplakate der Polizei, mit denen man nach Terroristen der RAF gesucht hat. Klebt prominent im Schaufenster eines Wahlkreisbüros von linken Abgeordneten.

http://www.lvz.de/Leipzig/Lokales/Autonome-fahnden-nach-Polizisten-mit-Hilfe-von-Abgeordnetenbuero-der-Linken, abgerufen am 28.01.2018

 

 

 

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Merkel und Trump in Davos

Fallt mir nur mal so auf.

Jetzt war großes Treffen in Davos. Sowohl Merkel als auch Trump waren da, waren noch mehr da, aber die Beiden haben mich interessiert.

Beide haben jeweils Reden gehalten, ob auch beide Empfänge gegeben haben kann ich nicht sagen.

Aber: wer bei Merkel war, war nicht bei Trump und wer bei Trump war, war nicht bei Merkel.

Joe Kaeser, der Chef von Siemens war bei Trump, nicht bei Merkel, genau wie Bill McDermott von SAP oder auch Werner Baumann vom Bayer. Wie Schuljungen traten sie an, um ihren Star zu bewundern.

Die Faz konnte das umdrehen, da durfte Trump bei den Top Managern speisen:  http://m.faz.net/aktuell/wirtschaft/weltwirtschaftsforum/sap-chef-donald-trump-bringt-schwung-in-die-weltwirtschaft-15417904.amp.html?__twitter_impression=true, abgerufen am 28.01.2018

Merkel hat eine lausige Rede gehalten und scharf gegen Trump geschossen, Trump hat Zahlen geliefert und Steuern gesenkt.

Man muss Trump nicht mögen. Aber Merkel und unsere gesamte MSM schießen seit über einem Jahr vollkommen unnütz gegen den und unsere Politik agiert, als hätte sie mit Barack Obama den letzten obersten Führer verloren. Als hätte Merkel keinen Chef mehr.

Wir können keinen amerikanischen Präsidenten wählen und die Amis scheißen sehr gepflegt auf unsere Meinung. Was wir über Trump denken ist völlig egal. Wir sollten versuchen mit dem mächtigsten Mann der Welt auszukommen.

Ich habe schon mal über die strukturlose Führung geschrieben und habe da gesagt, dass ich denke, Trump gehöert nicht zu seinen lokalen Eliten – im Gegensatz zu Merkel oder die Clintons – sondern der Mann des globalen Prediktors.

Ich glaube, das ist jetzt in Davos wieder sehr sehr deutlich geworden. Merkel und Trump stehen gegeneinander

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Heute ist Holocaust Gedenktag

Heute musste die Polizei eine Kurden-Demo in Köln auflösen

http://www.zeit.de/news/2018-01/27/polizei-stoppt-kurden-demo-in-koeln-180126-99-817411

Heute haben die Taliban einen Anschlag verübt, mit fast 100 Toten und noch viel mehr Verletzten

http://www.zeit.de/news/2018-01/27/fast-100-tote-und-160-verletzte-bei-taliban-anschlag-180127-99-821626

Heute hat Angela Merkel eine Rede zum Holocaust Gedenktag gehalten, eine denkwürdige Rede. Sie hat vergessen, woher der neue Antisemitismus kommt. Noch nie gab es eine peinlichere Rede.

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/angela-merkel-beklagt-antisemitismus-in-deutschland-a-1190123.html

Heute hätte man besser derer Gedacht, die unnütz gestorben sind. Man wäre besser leise gewesen. Statt dessen kloppt man sich, bringt sich gegenseitig um oder zieht das Andenken von Leuten in den Schmutz.

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Was Hartz IV mit dem Innovationsstau der Industrie zu tun hat – Update

Eigentlich ist das schnell erklärt.

Deutschland war zu DM-Zeiten ein Hochlohnland. Hier hat man richtig gut gelebt und richtig gut verdient. Wurde die Deutsche Mark zu stark haben die anderen Länder abgewertet.

Das bedeutet, immer dann, wenn die Unternehmen versucht haben die Löhne zu drücken wurden die deutschen Produkte billig. Theoretisch wären die deutschen Produkte dann noch mehr gekauft worden, also hat das Ausland deutsche Produkte künstlich verteuert, indem sie ihre Währung billiger gemacht haben.

Aus genau dem Grund hat man auf Lohndumping verzichtet, denn es brachte nichts.

Das hatte zwei Effekte.

  1. Für die privaten Unternehmen und Haushalte: die Leute hatten genug Geld, konnten importieren (also ausländische Waren kaufen), es gab florierenden Einzel- und Fachhandel und einen guten Binnenmarkt. Dazu hatte man ein stabiles Sozialsystem, selbst Landstreicher bekamen eine tägliche Auszahlung (so ca. 14 DM, Freitags etwas mehr für das Wochenende) auf dem Sozialamt, denn der Staat hatte eine Fürsorgepflicht
  2. Für die Industrie: deutsche Produkte mussten für richtiges Teuer-Geld ins Ausland verkauft werden. Einfach so Leute einstellen wollte man nicht, Leiharbeit mal eben gab es nicht (die Leute durften nur 3 Monate am Stück irgendwo sein), wer eingestellt wurde bekam Tariflohn und hatte Kündigungsschutz. Das heißt, man arbeitete immer mit Hochdruck an Innovationen, Automatisierung und Verbesserungen, um bessere Produkte billiger herstellen zu können.

Dank Bündnis für Arbeit und den glorreichen Hartz IV Gesetzen, säbeln am Kündigungsschutz, Abschaffung Tarifgebundenheit, Einschränkung Streikrecht, Sachgrundlose Befristungen bei Neueinstellungen, Ausdehnung Zeitarbeit usw. haben wir ein Lohnniveau, dass ungefähr 30 % unter dem liegt, das wir haben müssten, eine Binnenachfrage im Keller, und ein Importvolumen das weite hinter dem des Exportes zurück gefallen ist.

Was wir auch haben sind absolut gierig gewordene „Aktionäre“. Es gab zeitgleich einen Wettbewerb um die niedrigsten Unternehmenssteuern, so dass nun ungeheuerliche Gewinnberge irgendwo liegen, und nicht angetastet werden. Die Unternehmen machen keine Schulden und tätigen keine Investitionen.

Und das war und ist das gefährlichste überhaupt: keine Investitionsbereitschaft, keine Innovation, keine Weiterentwicklung und damit auch keine Produktivitätssteigerung. Es ist inzwischen billiger, ein paar 450 Euro-Jobber irgendwas anschrauben zu lassen, als eine Maschine zu entwickeln, die das kann.

Langfristig wird Deutschland den Anschluss an die Spitzentechnik und Ingenieurskunst völlig verlieren. Computer Industrie ist schon weg (der Erfinder hieß Zuse), Sondertechnologie auch, und anderes mehr. Unsere Ausbildung ist schlecht und wird immer schlechter, und und und.

Die Folgen dieser Wirtschaftspolitik, vor der von Anfang an führende Wirtschaftswissenschaftler wie Heiner Flaßbeck oder Friedemann Wehr gewarnt haben, auch unbedeutende Leute wie ich,  ist nun an den Punkt der Stagnation gekommen, wo es sich nicht mehr Leugnen lässt.

Man findet zwar die Zusammenhänge noch nicht, aber auch das wird noch kommen.

Siehe auch: https://www.tichyseinblick.de/wirtschaft/das-deutsche-wirtschaftswunder-und-sein-lohnraetsel/, abgerufen am 26.01.2018

Update 19.09.2018: in einem Beitrag zur Besteuerung der KI hat Danisch quasi das Gleiche gefunden, wie ich im Januar

Siehe daher unbedingt: http://www.danisch.de/blog/2018/09/19/warum-die-besteuerung-der-roboter-nicht-funktioniert/

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